Im Internet finde ich hunderte Ratgeber darüber, wie man die Strapazen einer romantischen Liebe auf Distanz meistern soll. Weniger oft begegnen mir Berichte über die in anderen Städten liegengebliebenen Freundschaften. Dabei kann so eine Freundschaft auf Distanz ebenfalls ziemlich herausfordernd sein.
Beiträge
You got the best of both worlds?
In meiner Traumvorstellung hat ein Morgen mehr Stunden zum Ausschlafen. Ein Sommertag mehr Sonnenstrahlen. Ein Wochenende mehr lange Nächte. Und eine Woche mehr als 7 Tage. Der August hat mehr als nur 4 Wochenenden. Und der Sommer mehr als 40 warme Abende. Dann würde ich nicht mehr in diesem kräftezehrenden Konflikt feststecken, in dem ich mich zwischen People-Time und Me-Time entscheiden muss. Und in dem ich gerade nur am verlieren bin.
Pflanzenmord ist ihr Hobby
Ich liebe die Natur: ruhige Wälder, fließendes Wasser, wilde Blumen – ich habe mir vor einigen Jahren mal einen Baum tätowieren lassen. Aber warum kille ich unabsichtlich jede eigene Pflanze, die ich mir zulege? Es folgt ein bisschen Selbstmitleid, rein pflanzlich.
Let’s talk about (…) Baby
Wo in aller Welt sind die Penis-Influencer*innen, die mit allen teilen, dass auch sie Komplexe haben? Dass man Sexualpartner*innen auch mit „kleinem“ Penis zum Orgasmus bringen kann? Wo sind die Memes über tighte, unbequeme Boxer-Shorts und den ewigen Struggle zwischen „Ich hätte ja schon gerne Mal einen Prostata-Orgasmus, aber komm mir ja nicht in die Nähe meines Arschs“? Und wo zum Teufel sind die Social Media-Ratgeber, die Frauen erklären, wie sie mit all diesen Dingen umgehen können?
Summ summ summ, ich bumble hier herum
Als Frau in einer Beziehung war ich immer ganz hyped darauf, die Dating-Apps meiner Freundinnen für sie zu benutzen. Ein bisschen swipen, Profile anschauen, anerkennend nicken, sich darüber aufregen, wie oberflächlich man auf einmal wird, irgendwelche Typen in ihrem Namen anschreiben, bescheuerte Gespräche führen: reines Entertainment. Seitdem ich Single bin, habe ich mich erfolgreich davon ferngehalten. Doch dann kam ein Montagabend…
Wenn ich einmal groß bin… (Teil 2)
„Kinder oder Karriere“ sollte eigentlich längst keine unvereinbaren Gegensätze mehr in den Köpfen junger Frauen darstellen. Trotzdem begegnete mir das Dilemma schon zu Schulzeiten und prägt seither meinen weiteren Lebensweg.
Boys do*nt* Cry
Nevertheless: Die Frage hat mich nicht losgelassen. Zu viele weiße hetero Cis-Männer in meinem Umfeld, die unter den Rollenzuschreibungen der Gesellschaft leiden. Und genau dieses Problem ist ein riesiger Bestandteil ihrer alltäglichen Lebensrealitäten. Und ein genauso unterschwelliges wie verdrängtes Problem dieser Gesellschaft. Das ständige Sich Behaupten Müssen – als Mann, als Starker, als Großer, Breiter und Bärtiger, als GroßPenisiger, als Mutiger und Beschützer – befeuert das eigentliche Problem: Toxische Männlichkeit.
Gönnen können in einer Alman-Neidkultur
Über Deutsche wird oft gesagt, sie leben in einer Neidkultur. Dass das vielleicht gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt ist, habe ich auch schon an mir selbst festgestellt – und mich für dieses Gefühl ganz schön geschämt. Schließlich steht Neid im gesellschaftlichen Sündenkatalog auch heute noch ganz weit oben. Aber wie sonst sollen wir Gönnen lernen, wenn wir nicht anfangen, auch über Neid zu sprechen?
Tina weiß nicht, was ein Meme ist und das ist ein Problem
Ich komme aus dem Saarland. Und manchmal mache ich selbst Jokes darüber. Saarland-Bashing kann ja auch unterhaltsam sein. Zumindest, wenn man sich dabei ein bisschen Mühe gibt und nicht wie eine Loop Station alles wiederholt, was Böhmermann mal gesagt hat. Denn das Saarland hat durchaus seine Eigenarten – das kann man nicht leugnen. Das hier soll aber kein Bashing-Text werden, sondern eher ein Hinterfragen dessen, ob es nicht vielleicht gut wäre, als eingefleischte:r Saarländer:in auch mal woanders hinzuziehen, wenn auch nur für eine befristete Zeit.
Forever young – über die Angst vorm Älterwerden
Vor Kurzem habe ich auf meinem Kopf ein erstes graues Haar entdeckt. Damit habe ich, pünktlich zu meinem Überschreiten der goldenen 25-Jahres-Grenze – weg von der 20, hin zur 30 – das erste Mal Panik vor dem Älterwerden bekommen.