Pflanzenmord ist ihr Hobby

Ich liebe die Natur: ruhige Wälder, fließendes Wasser, wilde Blumen – ich habe mir vor einigen Jahren mal einen Baum tätowieren lassen. Aber warum kille ich unabsichtlich jede eigene Pflanze, die ich mir zulege? Es folgt ein bisschen Selbstmitleid, rein pflanzlich.

Summ summ summ, ich bumble hier herum

Als Frau in einer Beziehung war ich immer ganz hyped darauf, die Dating-Apps meiner Freundinnen für sie zu benutzen. Ein bisschen swipen, Profile anschauen, anerkennend nicken, sich darüber aufregen, wie oberflächlich man auf einmal wird, irgendwelche Typen in ihrem Namen anschreiben, bescheuerte Gespräche führen: reines Entertainment. Seitdem ich Single bin, habe ich mich erfolgreich davon ferngehalten. Doch dann kam ein Montagabend…

Neue Gedanken einer Reisenden (Part 2)

Aber ich bin überzeugt – das ist es, was jede gesunde Psyche zwischendurch braucht: eine dicke Portion Planlosigkeit. Wir Deutschen sind sowieso nicht die besten im spontan sein, erst recht nicht im terminlos sein. Vielleicht sind wir auch gerade deshalb alle so kaputt. Ich würde gerne ein neues Gesetz einführen: Jede:r Bürger:in ist dazu verpflichtet einmal pro Woche terminlos zu sein (auch keine Freizeit-Termine!). Rausgehen, sich treiben lassen und der magische Flow erledigt den Rest.

Gedanken einer Reisenden

Auf Reisen ist Alter vollkommen irrelevant. Das mag ich so daran. Kein Mensch wundert sich, wenn der 70-jährige Kolumbianer, der kein Wort Englisch spricht, mit dem britischen Junggesellenabschied tanzen geht. Keiner stört sich daran, wenn die 50-jährige Familienmutter aus Lettland mit den Remote-arbeitenden, deutschen Mid-Twenties kifft und von ihren Kindern erzählt. Nie ist dieser Generationendialog mit Hand, Fuß, Google-Translator und Sprachmischmasch so natürlich gegeben wie auf Reisen. Als wäre ein magischer Schleier über den Toren mancher Hostels, der einfach jegliche Barrieren dieser Welt überwindet.

„Mutige Fashion Babes“: Warum die Sprache in Beauty-Magazinen ein Update braucht

„Maximal edgy und nichts für schwache Nerven. Ein cooler Beauty-Look für mutige Fashion Babes!“ Wer redet denn so? Und warum steht das heute immer noch so in der Cosmopolitan? Fühlt sich irgendjemand davon abgeholt? Also ich nicht. Und ich vermute mal, dass die TikTok-Generation das auch eher „peinlo“ findet.  Vielleicht finden die aber auch, dass sich das Folgende wie ein Boomer-Rant liest. Eines ist sicher: Beautymagazinisch ist eine unangenehme Sprache, die dringend ein Update braucht. 

Das innere Corona-Dilemma

Fast zwei Jahre leben wir jetzt schon mit dem Coronavirus und es stellt uns als Gesellschaft immer wieder vor Zerreißproben. Auch mich persönlich hat die Pandemie immer wieder vor ein inneres Dilemma gestellt. Und mir gezeigt, wie scheinheilig ich doch manchmal sein kann.