How to: Freund:innen finden

Als Kleinkind bin ich easypeasy auf andere Kinder zugegangen und habe sie mit zwei Sätzen zu meinen besten Freund:innen gemacht. Jahre später hatte ich diesen Mut irgendwie verloren und mich lange schwer getan, Freund:innenschaften zu schließen. Doch tatsächlich hilft ein bisschen kindlicher Mut weiter.

Eine Ode an die Herzen Palästinas

Es regnet. Ich stehe mit einem menschengroßen Rucksack vor der israelischen Sperranlage, direkt am Checkpoint zwischen Israel und der besetzten palästinensischen Westbank. Mitten auf der Straße, zwischen 10.000 hupenden Autos, LKW’s, Soldaten und Lautsprecherdurchsagen in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Wie ich dort gelandet bin? Das ist eine andere Geschichte. Tatsache ist: Ich habe wirklich nicht den Hauch einer Ahnung wo ich bin, geschweige denn wie ich nach Ramallah komme. Ich bin übermüdet, hungrig, zittrig. Ich bin die zu Leib gewordene Definition von Überforderung.

Zwischen „Girls support Girls“ und „Nur eine kann Germany’s next Topmodel werden“

Ich bin eine Frau. Fühle mich wie eine Frau. Sehe aus wie eine Frau. Oder zumindest so, wie unsere Gesellschaft das Aussehen einer Frau eben stereotypisiert. Und obwohl doch damit alles geklärt zu sein scheint, frage ich mich immer öfter, was Frausein für mich bedeutet. Und immer öfter bin ich verwirrt, weil mir meine Umwelt so vielfältige und gleichzeitig so limitierte Frauenbilder präsentiert,  dass ich mich in diesem ständigen Widerspruch manchmal nicht mehr selbst finde.

Fuck you M. – die Nachwehen eines Alptraum-Dates

Die Wochen danach waren scheiße. Ich hatte ein komplettes Dating-Trauma und immer wieder kurze Flashbacks von seinem nackten Körper vor Augen. Ich bin jedem männlichen Blick, jedem menschlichen Lächeln gewichen. Hab mich unwohl auf der Straße gefühlt, immer auf den Boden geschaut. So kannte ich mich nicht. Hatte riesige Angst ihm zu begegnen, ne Panik Attacke bei Rewe und hab überlegt umzuziehen (keine Ahnung wie das möglich ist, aber natürlich wohnt dieser Mensch – in einer 1Millionen Einwohner Stadt – in meiner Straße). Die ganze Zeit spielte sich in meinem Kopf ab „Warum bist du nicht früher gegangen? Warum bist du nicht früher gegangen?“

139 – Nicht jede:r kann auf Pause drücken

Triggerwarnung: Häusliche Gewalt!
Im Jahr 2020 waren 148.031 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt. Davon sind laut Statistik in vier von fünf Fällen Frauen betroffen. Jede dritte Frau in Deutschland wird einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt. Jede vierte Frau durch ihren (Ex-)Partner.
Häusliche Gewalt: Ein Thema, zu dem ich eigentlich gar nichts sagen kann, weil ich selbst nie betroffen war. Und trotzdem oder vielleicht genau deswegen lässt es mich nicht mehr los.

Das innere Corona-Dilemma

Fast zwei Jahre leben wir jetzt schon mit dem Coronavirus und es stellt uns als Gesellschaft immer wieder vor Zerreißproben. Auch mich persönlich hat die Pandemie immer wieder vor ein inneres Dilemma gestellt. Und mir gezeigt, wie scheinheilig ich doch manchmal sein kann.