Vorfreude ist die schönste Freude, oder?

Ich liebe den ersten Teil „Alles steht Kopf“ und freue mich jetzt schon auf den zweiten. Alex und ich gucken regelmäßig Disney-Filme zusammen und ich freue mich jetzt schon, wenn wir im Sommer zusammen ins Kino gehen und endlich auch mal einen auf der großen Leinwand schauen! Da kommt richtig Vorfreude auf. Ich fühle mich wie ein kleines Kind. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Aber irgendwie ist das, seitdem ich erwachsen bin, alles ein bisschen anders. Oder?

Eine Pechsträhne in vier Akten

Mir wird oft nachgesagt, ich sei naiv, ich solle doch nicht immer jedem Blödel auf der Straße vertrauen. So scheiden sich nun auch die Geister, ob der Beginn meiner aktuellen Pechsträhne reiner Naivität geschuldet ist oder eben einfach einem unglücklichen Lauf der Dinge. Fest steht auf jeden Fall: Ich habe ein paar neue Rekorde geknackt, als ich es schaffte, innerhalb von nur einer Woche vier verschiedene Dinge zu verlieren, drei unterschiedliche Krankheiten zu ergattern und als großer Höhepunkt wurde ich am Ende dann auch noch angekotzt.

Flucht auf Amadeus und Sabrina

Ich mag ja eigentlich den Herbst und Winter. Aber an Tagen, die grau, regnerisch und kalt sind, die Nachrichten nur von Krieg, Unwettern und rechter Hetze berichten und ich mich sonst nur mit meiner Masterarbeit beschäftige, habe ich manchmal einfach nicht die Kraft, mich auch noch mit irgendwas Intellektuellem wie Lesen zu beschäftigen. Dann fehlt mir einfach ein bisschen Leichtigkeit. Für manche ist es Trash-TV, aber leider gibt mir das nichts. Das ist mir noch zu nah an der “Realität”. Hier ein paar meiner go-tos, wenn mal wieder alles grau und trist ist und man der wahren Welt entfliehen will.

Odyssee einer Zimtschnecken-Nomadin

Anders als viele meiner Freund:innen fahre ich an Wochenenden, Weihnachten, Ostern, Geburtstagen oder zu sonstigen ähnlichen Anlässen nicht in die “Heimat”. Als Person, die schon fünfmal im Leben umgezogen ist – und davon dreimal in komplett unterschiedliche Städte – gibt es diesen einen Ort namens Heimat nicht. Ich fahre nicht nach Hause, wo meine Eltern, Geschwister und Schulfreund:innen darauf „warten“, mich endlich mal wiederzusehen. Mein Zuhause ist da, wo ich gerade lebe – das führt hin und wieder zu Verwirrung.

Eine Ode an die Herzen Palästinas

Es regnet. Ich stehe mit einem menschengroßen Rucksack vor der israelischen Sperranlage, direkt am Checkpoint zwischen Israel und der besetzten palästinensischen Westbank. Mitten auf der Straße, zwischen 10.000 hupenden Autos, LKW’s, Soldaten und Lautsprecherdurchsagen in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Wie ich dort gelandet bin? Das ist eine andere Geschichte. Tatsache ist: Ich habe wirklich nicht den Hauch einer Ahnung wo ich bin, geschweige denn wie ich nach Ramallah komme. Ich bin übermüdet, hungrig, zittrig. Ich bin die zu Leib gewordene Definition von Überforderung.

Zwischen „Girls support Girls“ und „Nur eine kann Germany’s next Topmodel werden“

Ich bin eine Frau. Fühle mich wie eine Frau. Sehe aus wie eine Frau. Oder zumindest so, wie unsere Gesellschaft das Aussehen einer Frau eben stereotypisiert. Und obwohl doch damit alles geklärt zu sein scheint, frage ich mich immer öfter, was Frausein für mich bedeutet. Und immer öfter bin ich verwirrt, weil mir meine Umwelt so vielfältige und gleichzeitig so limitierte Frauenbilder präsentiert,  dass ich mich in diesem ständigen Widerspruch manchmal nicht mehr selbst finde.

Fuck you M. – die Nachwehen eines Alptraum-Dates

Die Wochen danach waren scheiße. Ich hatte ein komplettes Dating-Trauma und immer wieder kurze Flashbacks von seinem nackten Körper vor Augen. Ich bin jedem männlichen Blick, jedem menschlichen Lächeln gewichen. Hab mich unwohl auf der Straße gefühlt, immer auf den Boden geschaut. So kannte ich mich nicht. Hatte riesige Angst ihm zu begegnen, ne Panik Attacke bei Rewe und hab überlegt umzuziehen (keine Ahnung wie das möglich ist, aber natürlich wohnt dieser Mensch – in einer 1Millionen Einwohner Stadt – in meiner Straße). Die ganze Zeit spielte sich in meinem Kopf ab „Warum bist du nicht früher gegangen? Warum bist du nicht früher gegangen?“

139 – Nicht jede:r kann auf Pause drücken

Triggerwarnung: Häusliche Gewalt!
Im Jahr 2020 waren 148.031 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt. Davon sind laut Statistik in vier von fünf Fällen Frauen betroffen. Jede dritte Frau in Deutschland wird einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt. Jede vierte Frau durch ihren (Ex-)Partner.
Häusliche Gewalt: Ein Thema, zu dem ich eigentlich gar nichts sagen kann, weil ich selbst nie betroffen war. Und trotzdem oder vielleicht genau deswegen lässt es mich nicht mehr los.

Das innere Corona-Dilemma

Fast zwei Jahre leben wir jetzt schon mit dem Coronavirus und es stellt uns als Gesellschaft immer wieder vor Zerreißproben. Auch mich persönlich hat die Pandemie immer wieder vor ein inneres Dilemma gestellt. Und mir gezeigt, wie scheinheilig ich doch manchmal sein kann.