Durch meine Masterarbeit habe ich mich sehr viel mit Gender und der Erziehung von Mädchen zur ‚richtigen‘ Frau auseinandergesetzt. Was soll ich sagen? Ich fand’s vorher schon alles viel zu crazy, aber mittlerweile fallen mir einfach noch tausendmal mehr Dinge auf und die Augen zeitweise aus dem Kopf. Ein Mädchen wird systemintern dazu erzogen, lieb, brav und nett zu sein. Freche Mädchen sind witzig – solange sie klein sind, werden aber später nicht ernst genommen. Frau sollte sich also schon angepasst verhalten. Bloß nicht ‚uncool‘ oder ‚hysterisch‘ wirken, auch wenn schon mal sexistische Kommentare kommen. Einfach mitlachen und darüber hinwegsehen. Hab’ ich viel zu oft gemacht.
Autor: Cilli
Vorfreude ist die schönste Freude, oder?
Ich liebe den ersten Teil „Alles steht Kopf“ und freue mich jetzt schon auf den zweiten. Alex und ich gucken regelmäßig Disney-Filme zusammen und ich freue mich jetzt schon, wenn wir im Sommer zusammen ins Kino gehen und endlich auch mal einen auf der großen Leinwand schauen! Da kommt richtig Vorfreude auf. Ich fühle mich wie ein kleines Kind. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Aber irgendwie ist das, seitdem ich erwachsen bin, alles ein bisschen anders. Oder?
Flucht auf Amadeus und Sabrina
Ich mag ja eigentlich den Herbst und Winter. Aber an Tagen, die grau, regnerisch und kalt sind, die Nachrichten nur von Krieg, Unwettern und rechter Hetze berichten und ich mich sonst nur mit meiner Masterarbeit beschäftige, habe ich manchmal einfach nicht die Kraft, mich auch noch mit irgendwas Intellektuellem wie Lesen zu beschäftigen. Dann fehlt mir einfach ein bisschen Leichtigkeit. Für manche ist es Trash-TV, aber leider gibt mir das nichts. Das ist mir noch zu nah an der “Realität”. Hier ein paar meiner go-tos, wenn mal wieder alles grau und trist ist und man der wahren Welt entfliehen will.
Odyssee einer Zimtschnecken-Nomadin
Anders als viele meiner Freund:innen fahre ich an Wochenenden, Weihnachten, Ostern, Geburtstagen oder zu sonstigen ähnlichen Anlässen nicht in die “Heimat”. Als Person, die schon fünfmal im Leben umgezogen ist – und davon dreimal in komplett unterschiedliche Städte – gibt es diesen einen Ort namens Heimat nicht. Ich fahre nicht nach Hause, wo meine Eltern, Geschwister und Schulfreund:innen darauf „warten“, mich endlich mal wiederzusehen. Mein Zuhause ist da, wo ich gerade lebe – das führt hin und wieder zu Verwirrung.
Hilfe – soll ich jetzt etwa wissen, was ich vom Leben will?
So. Jetzt bin ich also im Endspurt meines Masters. Wobei es sich eher anfühlt wie ein Spaziergang – aber nicht so ein super entspannter, bei dem ich mich umschaue und die Landschaft genieße. Mehr so einer, bei dem ich ständig auf die Uhr schaue oder die Augen zusammenkneife, um zu schauen, was am Ende des Weges ist: Ich kann es nicht erkennen.
Es frühlingt sehr mittelmäßig
Frühling – meine absolute Lieblingsjahreszeit. Der Tag hat mehr Sonnenstunden, langsam werden die Bäume grün, die ersten Blümchen blühen und die Menschen kommen wieder aus ihren Häusern. Sie gehen langsamer, stellen sich mit dem Gesicht zur Sonne, tragen buntere Klamotten. Die Oh-Gott-es-ist-so-kalt-ich-muss-mich-dick-einpacken-und-schnell-laufen-damit-ich-nicht-erfriere-Hetzerei weicht langsam dem ruhigen Bild, wo Menschen ihr Gesicht der Sonne entgegen strecken.
Timing ist ne Bitch
In romantischen Komödien (eine meiner Guilty Pleasures) scheint das Timing zwischen den Protagonist:innen immer rein zufällig besonders gut zu sein. Zuerst passiert irgendwas außerordentlich Blödes, aber dann, durch Schicksal, Zufall oder eben einfach Timing, läuft alles doch viel schöner als erwartet. Die große Liebe, der perfekte Job, die perfekte Wohnung oder alles davon ist meist das Endergebnis des Films. Das ist ja irgendwo auch der Grund, warum man sich so etwas anschaut. Blöd, dass das im echten Leben nur nie so ist. Da ist beschissenes Timing halt beschissenes Timing – oder?
Frustrierende Tage
Manchmal wacht man auf und es geht einem gut. Nichts kann die Laune trüben. Und dann öffnet man sein E-Mail-Postfach. Warum macht man auch sowas schon direkt morgens? Das kann ja gar nichts werden…
What a year…
Neulich habe ich mit einem Freund darüber gesprochen, wie froh ich bin, dass sich dieses Jahr endlich dem Ende neigt. Ich glaube, es ging mir selten in einem Jahr so beschissen wie in diesem. Und trotzdem, so viele schlechte Momente es auch gab – irgendwie war es doch eines der wichtigsten Jahre. Ein kurzer Recap.
Es summt doch hier schon wieder
Nachdem ich die Online-Dating-App Bumble erfolgreich getestet und für nicht gut befunden habe, habe ich es nach nur zwei Tagen wieder gelöscht. Das war im Juli. Jetzt ist November und upsi, irgendwie hat sich diese fürchterliche Dating-App wieder auf mein Handy geschlichen. Ganz von allein. Ohne, dass ich damit irgendwas zu tun hatte. Kleine Lüge, der Klassiker auf Bumble. Vom Swipen mit und ohne Familie, dem Antworten und Nicht-Antworten, Ego-Problemen und meiner ersten Date-Erfahrung.