Als ich circa 15 Jahre alt war, begann ich eine Notiz in meinem Handy zu führen, in der ich alle Jungs auflistete, die ich bis dato geküsst hatte. Wirklich viele kamen da nicht zusammen, aber irgendwie schien es mir wichtig, die paar, die es bereits gab, schwarz auf weiß festzuhalten. Man könnte das nun auf meine nostalgische Ader schieben. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dahinter verbarg sich noch etwas anderes. Ich glaube, die Liste ist einer der eindeutigsten Ausdrücke meiner Suche nach männlicher Bestätigung.
Autor: Lena
Durch die Augen einer 13-Jährigen
Erwartungen an die eigene Zukunft haben wir in jedem Lebensalter. Die Frage „Wo siehst du dich in fünf Jahren?“, wird schon früh in unsere Gehirne eingebrannt und auch wenn sich die Antworten darauf ändern dürfen, ist es rückblickend nicht immer einfach, mit den Vorstellungen der jüngeren Versionen seiner Selbst umzugehen.
Vom Gendern im Bierzelt
Über das Pfingstwochenende habe ich meine bayerische Heimat besucht. DAS Event des Frühlings stand schließlich an – und zwar in meinem kleinen Heimatdorf. Ein viertägiges Fußballturnier plus jeden Abend Party im Bierzelt mit angrenzender „Stodl Bar“ und „Sprizz Hütt‘n“. Die Köln-Lena stand plötzlich mal wieder Auge in Auge mit der Dorf-Lena und wie sollte ich es besser sagen als Goethe? Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!
Bitte nicht ansprechen!
Vor kurzem war ich neidisch auf eine Schnecke. Dabei haben Schnecken wirklich nicht viele beneidenswerte Eigenschaften: Sie sind langsam und glibschig und es besteht immer die Gefahr, dass sie von einem rücksichtslosen Kind, das seinen Fußball in der Spielplatzhecke sucht, zertrampelt werden. Nein, auf all diese Eigenschaften bin ich nicht neidisch. Dafür aber auf ihr Schneckenhaus, in das sie sich einfach jederzeit und überall zurückziehen können, wenn sie gerade nicht mit anderen Schnecken interagieren wollen.
To fight or not to fight – das ist hier die Frage
Vor kurzem habe ich mich das erste Mal „ernsthaft“ mit meinem Mitbewohner gestritten. Es ging eigentlich nur um eine Kleinigkeit: Wir waren uns uneinig darüber, wer wann was in der Küche aufräumen soll. Ein paar Minuten lang ging die Diskussion dann hin und her, bis ich meinte, dass mir das Ganze eigentlich egal sei und wir die Küche gerne auf seine Art aufräumen könnten. Und damit ging der eigentliche Streit erst los.
Die Anime-Falle
Es gibt Menschen, die haben einfach zu allem etwas zu sagen: Egal, ob es um Animes, TikTok-Trends, Karottenkuchen oder Trash TV geht. Und sicher ‒ zu manchen dieser Themen kann ich auch etwas beitragen. In letzter Zeit hatte ich aber häufig das unfassbar unbehagliche Gefühl, einfach nicht mitreden zu können.
How to: Third wheel
Es ist nicht immer einfach, als Single mit vielen vergebenen Personen befreundet zu sein. Das “fünfte Rad am Wagen” zu sein, war auch für mich schon hin und wieder ein Albtraum-Szenario. Plott-Twist: Mittlerweile genieße ich es aber, als third wheel einen ganz anderen Einblick in die Beziehungen um mich herum zu bekommen.
Freizeit lass nach…
Keine Uni-Kurse, wenig Arbeit, schönes Wetter und kaum Verpflichtungen – hört sich nach einem traumhaften Sommer an. Vor allem nach meinem Auslandssemester, in dem es fast schon zu viel Action gab, habe ich mich riesig auf die entspannte, ruhige Zeit gefreut, die mir bevorstand. So langsam nimmt diese Traumvorstellung für mich aber leider alptraumhafte Züge an.
Gossip aus der Dorfgruppe
Ahh, die bayerische Dorfidylle: Weite Felder und Wiesen, enge Gassen und kleine Kirchen, eine eingeschworene, familiäre Landgemeinde. So in etwa kann man sich auch mein Heimatdorf vorstellen, das ich vor mittlerweile fast sechs Jahren verlassen habe. Was passiert aber, wenn etwas komplett Unerwartetes, Unvorstellbares, Unerhörtes das eingespielte Dorfleben stört?
Gedanken einer „relationship virgin“
Als ich in der zehnten Klasse war, schloss ich eine Wette mit meiner damaligen Banknachbarin ab: Diejenige von uns beiden, die als erste eine Beziehung haben würde, müsste der anderen eine Flasche Malibu ausgeben. Bald darauf kam meine Banknachbarin tatsächlich mit ihrem Nebenjob-Kollegen zusammen. Ich weiß nicht, ob ich besagten Wetteinsatz je bekommen habe. Falls nicht, könnte ich heute auch gut darauf verzichten. Malibu trinke ich nicht mehr – in einer Beziehung war ich immer noch nicht.