Ein halbes Jahr in Kanada auf die Schule gehen, nach dem Abi mehrere Monate um die Welt reisen oder ein Auslandssemester in Dublin, Riga oder Seoul. Viele Menschen in meinem Umfeld haben genau diese Erfahrungen auf ihrer Bucket List abgehakt. In einem fremden Land ganz auf sich allein gestellt zu sein – das klingt für ganz schön viele als DER Traum schlechthin. Nur nicht für mich.
Schlagwort: Auslandssemester
Odyssee einer Zimtschnecken-Nomadin
Anders als viele meiner Freund:innen fahre ich an Wochenenden, Weihnachten, Ostern, Geburtstagen oder zu sonstigen ähnlichen Anlässen nicht in die “Heimat”. Als Person, die schon fünfmal im Leben umgezogen ist – und davon dreimal in komplett unterschiedliche Städte – gibt es diesen einen Ort namens Heimat nicht. Ich fahre nicht nach Hause, wo meine Eltern, Geschwister und Schulfreund:innen darauf „warten“, mich endlich mal wiederzusehen. Mein Zuhause ist da, wo ich gerade lebe – das führt hin und wieder zu Verwirrung.
Riga Vibes
Kurz bevor ich in mein Auslandssemester nach Lettland startete, habe ich eine neue Spotify-Playlist erstellt: Riga Vibes. Diese Playlist hat sich über die letzten fünf Monate in eine Art musikalisches Fotoalbum entwickelt mit 62 Songs, die 62 Momente einfangen und mich direkt in diese Momente zurück katapultieren. Hier eine Auswahl.
Vom Erleben und Verarbeiten
Ich bin mittlerweile seit vier Monaten in meinem Erasmus-Semester in Lettland. Bisher kann ich mir wirklich nicht vorwerfen, die Zeit hier nicht in vollen Zügen zu nutzen und alle Möglichkeiten, die sich mir irgendwie bieten, mitzunehmen. Manchmal bleibt dann nur ein bisschen wenig Zeit, den Haufen an neuen Eindrücken auch zu verarbeiten.
Der lettische Abgang
Ich mochte Abschiede noch nie, kann Abschiedssituationen schon in einem kleinen alltäglichen Rahmen nicht leiden. Dass ich mich nun für ein halbes Jahr ins Auslandssemester verabschieden muss, bedeutet pure Überforderung für mich.