Fast drei Millionen Menschen in Deutschland waren 2025 als arbeitslos gemeldet. Das ist eine ziemlich hohe, ziemlich konkrete und gleichzeitig ziemlich nichtssagende Zahl. Nicht nur, weil sie längst nicht alle arbeitslosen Menschen wirklich erfasst, sondern auch, weil sie in einer Statistik ausdrückt, was sich eigentlich in Ängsten, Gefühlen und individuellen Schicksalen abspielt. Arbeitslosigkeit ist ein beklemmender und bedrohlicher Zustand, der gnadenlos Seele, Selbstwert und Perspektive destabilisiert. Das liegt vor allem daran, dass wir in einer Gesellschaft leben, die sich maßgeblich über Arbeit definiert. Und Arbeitslosigkeit mit einem Stigma belegt, das es uns oft schwer macht, offen über sie zu sprechen.
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K.I.Z statt Taylor Swift – Entscheidungen für den male gaze
Als ich circa 15 Jahre alt war, begann ich eine Notiz in meinem Handy zu führen, in der ich alle Jungs auflistete, die ich bis dato geküsst hatte. Wirklich viele kamen da nicht zusammen, aber irgendwie schien es mir wichtig, die paar, die es bereits gab, schwarz auf weiß festzuhalten. Man könnte das nun auf meine nostalgische Ader schieben. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dahinter verbarg sich noch etwas anderes. Ich glaube, die Liste ist einer der eindeutigsten Ausdrücke meiner Suche nach männlicher Bestätigung.
Durch die Augen einer 13-Jährigen
Erwartungen an die eigene Zukunft haben wir in jedem Lebensalter. Die Frage „Wo siehst du dich in fünf Jahren?“, wird schon früh in unsere Gehirne eingebrannt und auch wenn sich die Antworten darauf ändern dürfen, ist es rückblickend nicht immer einfach, mit den Vorstellungen der jüngeren Versionen seiner Selbst umzugehen.
Auf der Suche nach den Kinomomenten im Alltag
In Filmen wirkt das Leben oft auf Hochglanz poliert – Musik und Atmosphäre kreieren Situationen, die bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt sind und das Leben wie einen einzigen, wunderschönen Gefühlsexzess aussehen lassen. Fakt ist natürlich, dass viele Situationen im echten Leben viel glanzloser sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass nicht auch in der Realität manchmal alles passt und das Leben einem Kinomomente in den Alltag spült – oder man sie sich ganz einfach selbst kreiert.
Vom Gendern im Bierzelt
Über das Pfingstwochenende habe ich meine bayerische Heimat besucht. DAS Event des Frühlings stand schließlich an – und zwar in meinem kleinen Heimatdorf. Ein viertägiges Fußballturnier plus jeden Abend Party im Bierzelt mit angrenzender „Stodl Bar“ und „Sprizz Hütt‘n“. Die Köln-Lena stand plötzlich mal wieder Auge in Auge mit der Dorf-Lena und wie sollte ich es besser sagen als Goethe? Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!
Aliens, Trump und der kleinste gemeinsame Nenner
“Reisen macht weltoffener, Reisen macht toleranter.” Wir alle kennen diese Phrasen und haben sie vielleicht schon so oft gehört, dass wir sie in vielen Fällen für unterprivilegierten Bullshit halten. Und natürlich ist Reisen nicht gleich Reisen und ein all-inclusive Aufenthalt in Griechenland macht vielleicht allenfalls offener für Ouzo. Wenn man allerdings einen Monat lang in einem Hostel mit Menschen lebt, die an Aliens, Avatar und die Macht Trumps glauben, verlässt man irgendwann unweigerlich seine Comfort Zone. Und auch wenn sich an meiner Weltanschauung nichts verändert hat, doch zumindest an Art und Weise, wie ich anderen begegne.
„Sei Pippi, nicht Annika!“ – mein Problem mit den Abenteuern
Ein halbes Jahr in Kanada auf die Schule gehen, nach dem Abi mehrere Monate um die Welt reisen oder ein Auslandssemester in Dublin, Riga oder Seoul. Viele Menschen in meinem Umfeld haben genau diese Erfahrungen auf ihrer Bucket List abgehakt. In einem fremden Land ganz auf sich allein gestellt zu sein – das klingt für ganz schön viele als DER Traum schlechthin. Nur nicht für mich.
Bitte nicht ansprechen!
Vor kurzem war ich neidisch auf eine Schnecke. Dabei haben Schnecken wirklich nicht viele beneidenswerte Eigenschaften: Sie sind langsam und glibschig und es besteht immer die Gefahr, dass sie von einem rücksichtslosen Kind, das seinen Fußball in der Spielplatzhecke sucht, zertrampelt werden. Nein, auf all diese Eigenschaften bin ich nicht neidisch. Dafür aber auf ihr Schneckenhaus, in das sie sich einfach jederzeit und überall zurückziehen können, wenn sie gerade nicht mit anderen Schnecken interagieren wollen.
Vorfreude ist die schönste Freude, oder?
Ich liebe den ersten Teil „Alles steht Kopf“ und freue mich jetzt schon auf den zweiten. Alex und ich gucken regelmäßig Disney-Filme zusammen und ich freue mich jetzt schon, wenn wir im Sommer zusammen ins Kino gehen und endlich auch mal einen auf der großen Leinwand schauen! Da kommt richtig Vorfreude auf. Ich fühle mich wie ein kleines Kind. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Aber irgendwie ist das, seitdem ich erwachsen bin, alles ein bisschen anders. Oder?
To fight or not to fight – das ist hier die Frage
Vor kurzem habe ich mich das erste Mal „ernsthaft“ mit meinem Mitbewohner gestritten. Es ging eigentlich nur um eine Kleinigkeit: Wir waren uns uneinig darüber, wer wann was in der Küche aufräumen soll. Ein paar Minuten lang ging die Diskussion dann hin und her, bis ich meinte, dass mir das Ganze eigentlich egal sei und wir die Küche gerne auf seine Art aufräumen könnten. Und damit ging der eigentliche Streit erst los.