Odyssee einer Zimtschnecken-Nomadin

Anders als viele meiner Freund:innen fahre ich an Wochenenden, Weihnachten, Ostern, Geburtstagen oder zu sonstigen ähnlichen Anlässen nicht in die “Heimat”. Als Person, die schon fünfmal im Leben umgezogen ist – und davon dreimal in komplett unterschiedliche Städte – gibt es diesen einen Ort namens Heimat nicht. Ich fahre nicht nach Hause, wo meine Eltern, Geschwister und Schulfreund:innen darauf „warten“, mich endlich mal wiederzusehen. Mein Zuhause ist da, wo ich gerade lebe – das führt hin und wieder zu Verwirrung.

Tina weiß nicht, was ein Meme ist und das ist ein Problem

Ich komme aus dem Saarland. Und manchmal mache ich selbst Jokes darüber. Saarland-Bashing kann ja auch unterhaltsam sein. Zumindest, wenn man sich dabei ein bisschen Mühe gibt und nicht wie eine Loop Station alles wiederholt, was Böhmermann mal gesagt hat. Denn das Saarland hat durchaus seine Eigenarten – das kann man nicht leugnen. Das hier soll aber kein Bashing-Text werden, sondern eher ein Hinterfragen dessen, ob es nicht vielleicht gut wäre, als eingefleischte:r Saarländer:in auch mal woanders hinzuziehen, wenn auch nur für eine befristete Zeit.