Zwar ist es gang und gäbe, auf die Frage “Wie geht es dir?” einfach mit “Gut!” zu antworten, doch meistens drehen sich Gespräche und Gedanken doch eher darum, was gerade alles eher nicht so gut ist. Diese Negativitäts-Brille abzusetzen, ist schon psychologisch gesehen gar nicht so einfach. Doch wenn gerade einfach mal wirklich alles ganz gut ist, lohnt es sich auch mal den Blick darauf zu werfen und sich selbst zu fragen: Warum?
Beiträge
Eine Pechsträhne in vier Akten
Mir wird oft nachgesagt, ich sei naiv, ich solle doch nicht immer jedem Blödel auf der Straße vertrauen. So scheiden sich nun auch die Geister, ob der Beginn meiner aktuellen Pechsträhne reiner Naivität geschuldet ist oder eben einfach einem unglücklichen Lauf der Dinge. Fest steht auf jeden Fall: Ich habe ein paar neue Rekorde geknackt, als ich es schaffte, innerhalb von nur einer Woche vier verschiedene Dinge zu verlieren, drei unterschiedliche Krankheiten zu ergattern und als großer Höhepunkt wurde ich am Ende dann auch noch angekotzt.
Umbruch im Urlaub: Reise zur inneren Balance
Zu viel Arbeit, zu wenig Raum für eigene Gedanken und Hobbies. Ich habe ein Work-Life-Balance-Problem und kenne sogar den Grund dafür. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, meinen Urlaub jetzt dazu zu nutzen, diesem Problem den Kampf anzusagen.
Flucht auf Amadeus und Sabrina
Ich mag ja eigentlich den Herbst und Winter. Aber an Tagen, die grau, regnerisch und kalt sind, die Nachrichten nur von Krieg, Unwettern und rechter Hetze berichten und ich mich sonst nur mit meiner Masterarbeit beschäftige, habe ich manchmal einfach nicht die Kraft, mich auch noch mit irgendwas Intellektuellem wie Lesen zu beschäftigen. Dann fehlt mir einfach ein bisschen Leichtigkeit. Für manche ist es Trash-TV, aber leider gibt mir das nichts. Das ist mir noch zu nah an der “Realität”. Hier ein paar meiner go-tos, wenn mal wieder alles grau und trist ist und man der wahren Welt entfliehen will.
Die Anime-Falle
Es gibt Menschen, die haben einfach zu allem etwas zu sagen: Egal, ob es um Animes, TikTok-Trends, Karottenkuchen oder Trash TV geht. Und sicher ‒ zu manchen dieser Themen kann ich auch etwas beitragen. In letzter Zeit hatte ich aber häufig das unfassbar unbehagliche Gefühl, einfach nicht mitreden zu können.
Von Kaugummis und Sprungfedern
Jeden Tag begegnen wir fremden Menschen und müssen mit ihnen in Interaktion treten. Ob beim Bäcker oder in der U-Bahn. Wir kommen gar nicht drum herum. Warum also sind wir nicht alle ein bisschen achtsamer miteinander, damit diese Begegnungen einen positiven Effekt auf uns alle haben?
Alles scheiße, außer Sommer
Auf Sommer folgt Herbst. Und auf Herbst folgt Winter. Das ist gut so – und soll auch ganz dringend so bleiben. Nicht nur, weil unsere Ökosysteme von diesem Kreislauf abhängen. Wenn es allerdings nach meinem eigenen, innerem Ökosystem gehen würde, dürfte das Thermometer die 20 Grad nicht unterschreiten – weil weder mein Körper noch mein Kopf sonderlich gut auf Kälte und Dunkelheit klarkommen. Viel schlimmer als der Winter an sich ist aber der Wirbel, den ich jedes Jahr um seine Ankunft mache. Weil mein wochenlanges Meckern und Murren die Situation für mich eigentlich noch viel unerträglicher machen.
Eine brühend heiße Schatzkammer an Geschichten
Wenn mich Menschen fragen, warum zum Teufel ich mir eine Tasse Kaffee tätowieren ließ, dann verstehe ich die Frage meist nicht. Ich zucke dann mit den Schultern. Am liebsten würde ich mein tiefstes Beileid dafür bekunden, dass Kaffee keine große Bedeutung im Leben dieser Person zu haben scheint. Seit dem Tag unserer ersten Begegnung begleitet mich Kaffee durch sämtliche Lebenslagen: Kaffee am Morgen, Kaffee und Sonne, Kaffee und Kuscheln, Kaffee und Kippe, Kaffee und Stress, Kaffee und Tränen, Kaffee und Reden, Kaffee und Denken, Kaffee und Fühlen, Kaffee am Bahnhof, Kaffee an der Autobahnraststätte, Kaffee und Bücher, Kaffee und Küssen, Kaffee und Freund:innen. Kaffee birgt so viele kleine Geschichten und Traditionen, die mir immer wieder zeigen, dass Kaffee eben nicht einfach nur Kaffee ist.
Unterwegs in den Tunneln des Lebens
Ich bin oft im Tunnel – vor allem bei der Arbeit. Ich spüre, dass ich deshalb immer weniger im Moment präsent bin. Dass es nicht gut ist, wenn man permanent über lange Zeiträume hinweg die Verbindung zur Außenwelt verliert. Ich stelle mir gerade die Frage: Wie oft bin ich hochgerechnet eigentlich überhaupt im Hier und Jetzt? Und wenn ich am Ende meines Lebens dann zurückblicke: War es das wert?
Odyssee einer Zimtschnecken-Nomadin
Anders als viele meiner Freund:innen fahre ich an Wochenenden, Weihnachten, Ostern, Geburtstagen oder zu sonstigen ähnlichen Anlässen nicht in die “Heimat”. Als Person, die schon fünfmal im Leben umgezogen ist – und davon dreimal in komplett unterschiedliche Städte – gibt es diesen einen Ort namens Heimat nicht. Ich fahre nicht nach Hause, wo meine Eltern, Geschwister und Schulfreund:innen darauf „warten“, mich endlich mal wiederzusehen. Mein Zuhause ist da, wo ich gerade lebe – das führt hin und wieder zu Verwirrung.