Ich denke nur selten über meine Zukunft nach. Ich gehe step by step und das ist gut so. Wenn es dann aber doch mal passiert, drehe ich meistens total durch. Panisch sehe ich dann worst-case-Szenarien meines 40-jährigen Ichs vor Augen: Eine einsame, zutiefst gelangweilte Frau mit einer spießigen Schürze in der spießigen Küche eines spießigen Hauses einer spießigen Neubausiedlung. Und auch wenn ich eigentlich darauf vertraue, dass mich mein Abenteuerdurst davor bewahren wird, jemals ein solches Spießigkeits-Level zu erreichen, bleibt immer die latente Angst davor, eines Morgens aufzuwachen, mich urplötzlich in einem bürgerlichen Leben wiederzufinden und nur noch zu stagnieren.